Historie Swaps

Seit dem Jahr 2004 haben verschiedene Banken die grundsätzlich sinnvollen Finanzderivate in Form von Swaps zu „toxischen Produkten“ entwickelt. Den Kunden ist dadurch ein Schaden in Milliardenhöhe entstanden, während die Banken hohe Gewinne erzielt haben.

Was ist ein Swap?

Ein Swap ist ein derivatives Finanzinstrument. Bei den von der Rechtsprechung zu beurteilenden Swaps geht es vorwiegend um so genannte Zinsswaps. Deren tatsächliche Grundlage waren allerdings nicht nur die Zinsentwicklungen, sondern auch die Währungsentwicklungen.

Beteiligte Banken

Swaps wurden von vielen Banken verkauft. Dazu zählten nicht nur die Geschäftsbanken wie z.B. die Deutsche Bank oder HypoVereinsbank, sondern auch zahlreiche Landesbanken und Sparkassen, u.a. die WestLB oder die BayernLB, und Genossenschaftsbanken bzw. die DZ Bank als Dachinstitut.

Angebotene Swaps

Banken und Sparkassen haben Swaps in unterschiedlichen Formen und Funktionsweisen angeboten und an ihre Kunden verkauft. Zu den bekanntesten Swaps zählen unter anderem der Spread Ladder Swap, der Cross Currency Swap oder der Currency Related Swap.

Entwicklung der Swap-Rechtsprechung

Seit 2006 gab es eine regelrechte Klagewelle gegen Banken, die toxische Swaps verkauft haben. Richtungsweisend ist ein BGH-Urteil aus 2011. Der BGH erkannte einen schweren Interessenkonflikt, in den die Deutsche Bank als Berater des Kunden durch die Strukturierung zulasten ihres Kunden gekommen ist.

Erfolge

Rössner Rechtsanwälte konnte seit 2006 vor verschiedenen Gerichten zahlreiche Urteile gegen Banken, die toxische Swaps verkauft haben, erstreiten und für die geschädigten Kunden der Banken und Sparkassen Schadensersatz in Millionenhöhe durchsetzen.

Aktuelle Gerichtsverfahren

Zahlreiche weitere Banken haben ihren Kunden toxische Swaps verkauft. Größte Aufmerksamkeit genießen derzeit Gerichtsverfahren gegen die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) als Rechtsnachfolgerin der ehemaligen WestLB. Die EAA wurde schon mehrfach zu Schadensersatz verurteilt.

Weitere Fakten

Die Erfolge in den Swap-Verfahren konnten maßgeblich deswegen erzielt werden, weil die Kanzlei Rössner Rechtsanwälte bereits im Jahr 2006 erstmals eine finanzmathematische Begutachtung der Swaps in England bei einem höchstspezialisierten Finanzgutachter in Auftrag gegeben hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt waren finanzmathematische Bewertungen ein wohlgehütetes Geheimnis in der Bankenbranche.

Swaps und negative Zinsen

Zu einer der extremen Auswirkungen der aktuellen Schuldenkrise gehört die Entwicklung negativer Zinsen im EURO-Raum. Am 3. Juni 2015 beschloss die Europäische Zentralbank erneut, den Leitzins bei 0,05 % p.a. zu belassen. Der Zinssatz für Einlagenfazilitäten beträgt schon seit Monaten - 0,20 % p.a.. Die EURIBOR-Sätze für Ausleihungen zwischen einer Woche und 3 Monaten sind mit Sätzen zwischen -0,12 % p.a. und -0,013 aktuell negativ (Stand 04.06.2015). Die Welt steht Kopf. Es sieht danach aus, als würde der Gläubiger zum Schuldner des Zinsanspruchs.